Drive the dog

Sunnyvale ist grün, keine Frage. Es gibt Parks, viele Bäume, Grünflächen und ruhige Seitenstrassen. Was es allerdings nicht gibt, ist ein Wald oder größerer Park um die Ecke unseres Apartments.

Das macht es ein bisschen schwierig, mit Polly Gassi zu gehen. Man hat die Wahl, mit dem Hund einfach den Bürgersteig neben der vierspurigen Durchgangsstrasse entlangzugehen und zu hoffen dass er an einer nicht allzu peinlichen Stelle sein Geschäft verrichtet. Oder man rennt zum nächsten Park, dreht dort eine langsame Runde und rennt zurück, damit Polly auf dem Weg keine Zeit hat, in Vorgärten zu k…

Inzwischen sind wir dazu übergegangen, nur noch morgens, mittags und abends eine „walk the dog“ Runde durch unsere Wohnanlage zu machen. Zum Ausgleich versuchen wir Polly dann ab und zu was besonderes zu bieten. Am Pazifik waren wir ja schon, Halfmoon Bay ist tatsächlich sehr hundefreundlich.

Gestern haben wir dann nach einer etwas näher liegenden Option gesucht und sind auf den „Hunters Trail“ oberhalb von Cupertino gestossen. Der ist „nur“ 20 Auto-Minuten von unserem Apartment entfernt, also einen Katzensprung in amerikanischer Lesart. Der Hunters Trail selbst ist ein kurzer Rundweg (0.6 Meilen) an dessen Gipfelpunkt man eine tolle Aussicht über das Silicon Valley hat.

Obwohl es nicht viel Schatten gab und die Sonne wie bis jetzt jeden Tag ungestört auf uns herabknallte, sind uns mehrere Radfahrer und sogar zwei Jogger begegnet. Sonst war es aber ein willkommener Ausgleich zu Lärm und Hektik in Sunnyvale. Polly und Henry hatten jedenfalls Spass und wir kommen auf jeden Fall wieder.

Wer Wert auf Abgeschiedenheit legt, kann hier übrigens auch wohnen. In den Bergen rund um den Hunters Trail sind große Villen verteilt, die man alle nur über schmale Serpentinen-Strassen erreichen kann. Dafür braucht man dann im Winter (also bei Regen und Schlamm) tatsächlich mal den 4×4 Truck. Nur bei Gegenverkehr wird’s dann schwierig…

3 thoughts on “Drive the dog”

  1. Also langweilig wird es euch ja offensichtlich nicht. Jeden Tag ein neues Abenteuer. Da bin ich echt mal gespannt, was kommt, wenn ihr euer Haus bezogen habt und auf die Möbel wartet…
    Ich hätte nicht gedacht, dass es in Amiland so kompliziert ist, einen Hund zu haben. Zumindest müsst ihr euch Orte suchen, die auch für Euer Seelenheil sorgen. Hunters Trail ist toll, schon irre, dass Ihr nun da lebt, wo andere Urlaub machen!

  2. Hallo Tina!
    Ich schließe mich Anne an. Ich bin total verwundert, dass die Hundehaltung gar nicht so einfach ist, wie man immer denkt.
    Aber die 20 Minuten Fahrt zu dem Hinters Trail dürften doch jetzt deine Entscheidung für den Fiat 500 beeinflusst haben, oder ?
    Auf jeden Fall amüsiere ich mich köstlich über deinen Blog! Danke dafür!!

    Liebe Grüße aus dem sonnigen München!

    1. Hallo Nicole,

      unser Vermieter klärt noch, ob man in der Garage eine weitere 240 Volt-Steckdose anbringen kann. Dann könnte der Fiat dort über Nacht aufladen. Alles andere ist mir zu umständlich. Aber ein Elektroauto wäre schon toll, und wenn nicht hier, wo dann?

      Viele Grüße nach München und auch an Uwe,
      Tina

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