Gruseln im Junior Zoo

Im Junior Zoo

Vielleicht kennen einige von euch das Brettspiel, das in den 70er Jahren angesagt war und in dessen Spielverlauf man als Zoodirektor um die Welt reiste, um Tiere einzukaufen. Ich habe leider den Namen vergessen, obwohl ich es mit meinem Bruder sehr oft gespielt habe. Vier verschiedene Zoos standen zur Auswahl und ich wollte immer den Kinderzoo haben, weil dort die knuffigsten Tiere lebten. Daran musste ich gestern denken, als ich mit Henry den Junior Zoo in Palo Alto besucht habe. Er ist bei uns direkt um die Ecke.

Riesenschildkröte Edward

Das Wort Junior Zoo assoziiere ich mit Streichelzoo, süßen Häschen und Meerschweinchen, Fischen und als Highlight maximal eine behäbige Riesenschildkröte. Die gibt es dort tatsächlich, sie heißt Edward und ist 17 Jahre alt.

Ein Häschen gibt es auch, ein schwarz-weiß geflecktes, und vermutlich ist es das Abendessen für die Boas und Pythons, die ebenfalls im Junior Zoo leben. Neben Handteller großen beharrten Spinnen, Ratten und Blauzungenechsen. Ich habe mich ehrlich gesagt gegruselt. Was diese Tiere betrifft bin ich zart besaitet. Ich finde sie eklig und habe Angst, dass die Terrarien und Käfige nicht wirklich sicher sind. Einige werden jetzt aufschreien, aber es ist nun mal so. Ich bin die Falsche, um Henry zu vermitteln, dass alle Tiere toll sind und man sich vor ihnen nicht fürchten muss. Das macht aber nichts. Er fand die Tiere, die bei mir eine Gänsehaut verursachen, äußerst faszinierend und es hat ihm nichts ausgemacht, dass ich beim Betrachten zwei Meter hinter ihm stand.

Indian Stick

Der Zoo heißt Junior Zoo, weil er klein ist und sich mit seinen Erklärungen an Kinder richtet. Neben Reptilien und Insekten kann man auch Fledermäuse, Waschbären, Vögel,  Fische, Igel und noch so einiges mehr entdecken. Besonders spannend fand Henry den gläsernen Bienenstock und die Indian Sticks. Diese Insekten sehen aus wie kleine Zweige, so dass man sie in einem Gebüsch nur erkennen kann, wenn sie sich bewegen. Wir standen eine gefühlte Ewigkeit vor dem Terrarium, um sie zu finden. An den Zoo angeschlossen ist ein kleine Ausstellungsfläche, in der Kinder Naturphänomene erforschen können. Der Eintritt ist frei, aber die Zoomitarbeiter freuen sich über eine kleine Spende.

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