Emissionsfrei unterwegs

Wie jeder weiß, lieben die Amerikaner ihre Autos wie kaum eine andere Nation. Sie verbringen einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit darin, so dass es nicht verwunderlich ist, dass viele Autos die Dimension eines Wohnzimmers haben und entsprechend eingerichtet sind. Die niedrigen Benzinpreise machen es möglich.

Doch das Silicon Valley droht im Verkehr zu ersticken. Vor allem zur Rush Hour kann man sich vielerorts nur im Schneckentempo vorwärts bewegen. Langfristig müssen neue Transportlösungen her – und ein Umdenken findet bereits statt. So hat sich Palo Alto zum Ziel gesetzt, eine der grünsten Städte der Nation zu werden und so fördert die Stadt unter anderem den Verkauf von E-Cars. Mit gutem Erfolg: Im Jahr 2015 waren in Palo Alto mehr als 15 Prozent der erworbenen Neufahrzeuge elektrisch. Auf den Straßen sieht mein ungeschultes Auge vor allem Nissan Leaf, Chevy Bolt und einige e-Golfs.

Ich habe nicht recherchiert, inwieweit oder ob es Rabatte beim Neukauf eines Fahrzeugs gibt. Fakt ist, dass sich die Stadt vor allem um den Aufbau eines Ladestationnetzes und niedrige Strompreise kümmert. Auch Arbeitgeber wie Apple fördern E-Cars, indem sie Ladestationen auf dem Firmengelände anbieten, an denen die Mitarbeiter ihre Autos kostenlos aufladen können.

Unser neues Familienmitglied

So, und jetzt lasse ich es raus: Ich bin seit zwei Tagen stolze Besitzerin eines elektrischen Fiat 500. Neu kostet er über 32000 Dollar. Meiner ist drei Jahre alt, hat einen Meilenstand von 28000 und hat rund 9000 Dollar gekostet. Er ist so süß, dass ich ihn am liebsten im Wohnzimmer parken würde. Und er fährt sich wie ein Go-Kart.

Für den Stadtverkehr ist er ideal. Für den Highway weniger, aber dafür habe ich ihn auch nicht gekauft. Als ich von San Jose, wo wir ihn abholten, auf dem Highway 101 nach Hause gedüst bin, wurde ich so durchgeschüttelt, dass ich dachte, das Auto ist kaputt. Ich habe jede Bodenwelle gespürt. Auf dem Parkplatz hatte ich den Bordstein mitgenommen und hatte Angst, dass ein Reifen nicht mehr in Ordnung ist. Aber alles war gut. Er fährt sich nur einfach wie ein Fiat.

Eine volle Batterie hält rund 80 bis 100 Meilen und ich kann ihn in unserer Garage bequem aufladen. Ich freu mich!

15 thoughts on “Emissionsfrei unterwegs”

  1. Meine ersten beiden Autos waren Fiats – Panda und Uno – daher kann ich dir sagen: das muss so! Sonst ist es kein Fiat. Aber ich habe sie geliebt. Und deinen Neuen würde ich auch sofort fahren. Herzlichen Glückwunsch!

  2. Klain aber oho!!!! Habe ich auch schon den ganz klainen Fiat 126 p damals in Polen gehabt war richtige abenteuer, kein Vergleich mit deinem schicken autoschien!!!

  3. Wir haben ja auch einen 500er 🙂
    Was Du als „holpriges Fahrgefühl“ beschrieben hast, nennt FIAT „sportliche Straßenlage“ 😉
    Leider gibt es Deinen e500er nur in Kalifornien.
    Hier in D gibbet nur schwachbrüstige Umbauten.
    Noch viel Spaß mit dem 500er!!!
    PS:
    Ich lese Deinen Blog auch sehr gerne!

    1. Hallo Roberto,
      schade, dass es ihn in Deutschland nicht gibt. Vielleicht sollten wir eine Petition starten? Wie sieht’s aus?
      Viele Grüße
      Tina

  4. Hallo,

    vielen Dank für eure netten Kommentare! Wenn ihr uns besuchen kommt, dürft ihr alle mal damit fahren.
    Bis dann, liebe Grüße
    Tina

    1. Vielleicht sollten wir eine Warteliste aufstellen.
      Schließlich kann immer nur eine(r) hinter dem Steuer sitzen und „Strom geben“ ?!?!?!

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