Auf der Suche nach Abkühlung

Ikea-Ausfahrt in East Palo Alto

Was tut man, wenn es über 40 Grad heiß ist, man in einem ungedämmten Holzhaus wohnt und keine Klimaanlage hat? Richtig. Man fährt zu Ikea in East Palo Alto. Natürlich waren wir nicht die Einzigen, die auf die Idee kamen. Der schwedische Möbelriese war so voll wie die Wiesbadener Fußgängerzone an Allerheiligen. Nur bunter. Inder, Chinesen, Japaner, Franzosen, Schweden, Mexikaner – hier geht’s international zu und ohne Probleme hätten wir alle gemeinsam eine prima Benetton-Werbung abgegeben, nur ohne Wollpullis.

Ganz entspannt

Nach langer Parkplatzsuche und einem flotten Gang über den flirrend heißen Parkplatz konnten wir im wohltemperierten Möbelhaus erst einmal tief durchatmen. Manche waren so erschöpft, dass sie auf den Ausstellungsstücken einschliefen. Danach sehnten wir uns auch, die Hitze schlaucht ungemein, aber inmitten einer durchlaufenden Menschenmenge wegzuknacken – Hut ab. Die Kunden werden vom Personal auch nicht geweckt und ich habe mich gefragt, ob ab und zu mal jemand kontrolliert, dass noch alle atmen.

Speisekarte

Auch in East Palo Alto muss man nicht auf Kötbullar verzichten. Sie heißen hier Swedish Meatballs und sind für 5,99 Dollar zu haben. Wir machten um das Restaurant einen großen Bogen, denn es platzte aus allen Nähten. Stattdessen packten wir eifrig Lampen, Schüsselchen, die obligatorischen Teelichte, Vorhänge, Badezimmermatten und ein bisschen Deko in unseren Einkaufswagen. Und ein kleines Wohnzimmer-Regal für die Fische, damit sie nicht mehr länger im Bad stehen müssen.

Schlangen vor den Kassen

Als uns nichts mehr einfiel, gingen wir zu den Kassen. Hier waren die Schlangen so lang wie im Restaurant, doch es ging zum Glück schneller voran. Während Stephan zum Bezahlen anstand, stellte ich mit mit Henry beim Ikea-Food-Shop an. Für ein Ein-Dollar-fat-free-frozen-yogurt-ice haben wir eine halbe Stunde gewartet. Aber versprochen ist versprochen. Henry hatte während des Einkaufs hart dafür gearbeitet und sich das Jammern verkniffen.

Doch wie das bei Ikea so ist: Man fährt IMMER zweimal hin. Natürlich passt die neue Lampe nicht über den Esstisch und deshalb wird sie umgetauscht. Aber wann, das wissen wir noch nicht. Die Temperaturen sollen jetzt Gott sei Dank erstmal wieder fallen.

3 thoughts on “Auf der Suche nach Abkühlung”

  1. Ich habe vor Jahren mal einen Bericht gesehen in dem gezeigt wurde, dass die Leute in Japan in ihrer Mittagspause zu IKEA gehen, um dort ein Schläfchen zu machen. Da lagen die tatsächlich überall in den Betten. Aber das mal live zu erleben hat natürlich was… 🙂

  2. Bei uns war im Sommer so viel zu tun und dazu noch einige zeitraubende Aufreger, dass ich nach langer Zeit erst jetzt wieder deinen Blog gelesen hab. Nun seid ihr ja anscheinend richtig angekommen – Möbel, Haus, Schule, Alltagsrituale! Ich freue mich dass Henry zum malen geht! Obwohl er auch sprachliches Talent hat – die beiden Beiträge von ihm sind toll! Ganz liebe Grüße an ihn! Wir vermissen ihn in der Montagsgruppe!
    Übrigens witzig, dass du Küchenwaage und Messbecher dabei hattest 😀
    Hast du inzwischen einen neuen Friseur gefunden? Obwohl das Foto von der Frisur gut aussah, kann ich gut verstehen, wie es dir dabei ging 🙂
    Ich wünsch euch noch einen schönen und nicht so heißen Spätsommer. Gruß auch an Stephan!

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