Endspurt

Seit über einem halben Jahr sind wir nun dabei, unseren Umzug in die USA zu organisieren.

Wir haben Visa und Dokumente beantragt, Versicherungen gekündigt, das Haus auf den Kopf gestellt, Sachen verschenkt, verkauft, weggeschmissen und eingelagert, Mitgliedschaften gekündigt, Abschiede gefeiert, den Hund geimpft und kastriert, Henry an einer deutsch-internationalen Schule angemeldet, Mieter für unser Haus gefunden, zahlreiche Arzttermine hinter uns gebracht und und und. Jetzt sind es nur noch 14 Tage bis zum Abflug, der Countdown läuft.

Henry war gestern zum letzten Mal im Malkurs von Pia Schelenz. Sie hat ihm unter anderem beigebracht, perspektivisch zu zeichnen, und darauf ist er megamäßig stolz. Hoffentlich finden wir am Umzugsort einen guten Ersatz für Pias Kurs. Am Freitag hat Henry seinen letzten Schultag und bekommt sein erstes Zeugnis. Ihm ist noch nicht so bewusst, dass er seine Freunde lange Zeit nicht mehr sehen wird. Zu groß sind Aufregung und Vorfreude auf das Amerika-Abenteuer.

Nächste Woche kommt für drei Tage das Umzugsunternehmen und räumt unser Haus aus. Dann übergeben wir unser Haus an die Mieter und wohnen noch ein paar Tage bei Stephans Eltern, bis wir dann am 10. Juli nach San Francisco fliegen.

Auch wenn Trumps Einreiseverbot nun erst einmal durch ist, werden wir keine Probleme haben, da Stephan für eine amerikanische Firma arbeitet. Allerdings habe ich ein paar „Refugees welcome“-Buttons bestellt, mit denen ich die Familie zur Einreise schmücken werde. Ich war ja so naiv zu glauben, dass Trump durch die Obersten Richter Grenzen gesetzt bekommt. Ich bin gespannt, wie die endgültige Entscheidung ausfallen wird.

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